Am 29. November 2026 entscheidet die Schweizer Stimmbevölkerung über die Finanzierung der 13. AHV-Rente. Eine erste repräsentative SRG-Umfrage zeigt, dass die Meinungen derzeit nahezu ausgeglichen sind. Während eine knappe Mehrheit die vorgeschlagene Mehrwertsteuererhöhung ablehnt, ist der Ausgang der Abstimmung weiterhin offen.
Knapp die Hälfte lehnt die Vorlage ab
Gemäss der ersten SRG-Umfrage des Forschungsinstituts GFS Bern sprechen sich 49 % der Stimmberechtigten gegen die geplante Mehrwertsteuererhöhung aus. 46 % befürworten die Vorlage, während 5 % noch unentschlossen sind.
Die Befragung wurde im Oktober 2026 durchgeführt und verdeutlicht, wie umstritten die Finanzierung der 13. AHV-Rente ist. Aufgrund der statistischen Fehlermarge lässt sich aus dem knappen Vorsprung der Gegner noch keine klare Tendenz für den Abstimmungssonntag ableiten.
Worum geht es bei der Abstimmung?
Im März 2024 hat die Schweizer Bevölkerung der Einführung einer 13. AHV-Rente zugestimmt. Die erste zusätzliche Rentenzahlung erfolgt bereits im Dezember 2026.
Mit der Einführung entstehen der AHV jährliche Mehrkosten von zunächst über vier Milliarden Franken. Um einen Teil dieser Ausgaben langfristig zu finanzieren, schlagen Bundesrat und Parlament eine Erhöhung der Mehrwertsteuer vor.
Konkret soll der reguläre Mehrwertsteuersatz von heute 8,1 % auf 8,5 % steigen. Der reduzierte Steuersatz für alltägliche Güter wie Lebensmittel und Medikamente würde hingegen unverändert bleiben.
Bei einer Annahme könnte die Erhöhung frühestens 2028 in Kraft treten.
Unterschiedliche Meinungen zwischen den Generationen
Die Umfrage zeigt deutliche Unterschiede zwischen den Altersgruppen. Während ältere Stimmberechtigte die vorgeschlagene Finanzierung mehrheitlich unterstützen, stehen jüngere Personen der Mehrwertsteuererhöhung eher kritisch gegenüber.
Auch die Argumente beider Seiten unterscheiden sich:
- Befürworter sehen in der Mehrwertsteuererhöhung eine Möglichkeit, die zusätzlichen AHV-Ausgaben auf mehrere Generationen zu verteilen und die Finanzierung der Altersvorsorge zu stärken.
- Gegner hingegen sprechen sich gegen zusätzliche steuerliche Belastungen aus und fordern langfristige strukturelle Reformen, um die finanzielle Stabilität der AHV sicherzustellen.
Die unterschiedlichen Positionen zeigen, dass die Finanzierung der Altersvorsorge eine zentrale gesellschaftliche und wirtschaftliche Herausforderung bleibt.
Was bedeutet das für Ihre Altersvorsorge?
Unabhängig vom Abstimmungsergebnis bleibt die langfristige Sicherung der Altersvorsorge ein wichtiges Thema. Die 13. AHV-Rente bringt für Pensionierte zusätzliche finanzielle Mittel, gleichzeitig stellen die steigenden Ausgaben das Schweizer Vorsorgesystem vor neue Herausforderungen.
Für die persönliche Pensionsplanung ist es deshalb entscheidend, nicht ausschliesslich auf die staatliche Altersvorsorge zu setzen. Auch die berufliche Vorsorge und die private Vorsorge spielen eine wesentliche Rolle, um den gewohnten Lebensstandard im Ruhestand möglichst langfristig zu sichern.

